Noch ein Pferdeblog?

LUXUSGUT

Es gibt Dinge auf der Welt, die braucht kein Mensch. Jedenfalls nicht zum überleben. In unserer heutigen westlichen Welt, ist die tatsächliche Überlebensfrage für viele Menschen kein Alltagsthema. Wir wollen überleben, einigermaßen gut leben, unsere Rechnungen bezahlen können, doch es ist keine Existenzfrage, wenn dann eher eine Frage des Lebensstandards und der Verteilungsgerechtigkeit. Ich behaupte mal, in Deutschland braucht keiner zu verhungern oder erfrieren. Solange man körperlich und geistig einigermaßen gesund ist, selbstverständlich.

Ich denke, ein Pferdeblog gehört zu diesen unnötigen Dingen. Wozu dann noch einen Pferde- bzw. Reiterblog anlegen? Gibt es nicht schon unzählige? Von so vielen Menschen, mit ihren kleinen und großen Träumen? Wozu dann noch einen von mir? Wer will das überhaupt lesen?

Leider kann ich diese Fragen nicht beantworten, nur darüber spekulieren. Manchmal muss man Dinge tun, deren Sinnhaftigkeit am Anfang nicht erkennbar sind. Ich vergleiche dieses Tun mit den Zufällen von genetischen Mutationen. Sie treten spontan auf und oft ohne sofortige Auswirkung, bis sie eines Tages einen Überlebensvorteil bieten. Dann sind sie der Grund für die Existenz. Ein Pferdeblog als Existenzgrundlage? Wer weiß, vielleicht eines Tages oder auch nicht…? Nicht, dass man mich hier jetzt falsch versteht, ich brauche den Blog derzeit nicht, um mir meine Brötchen zu verdienen. Ich habe eine andere Existenzgrundlage und beabsichtige nicht, diese aufzugeben. Vollzeitblogger ist nicht mein neuer Berufswunsch. Mein neuer und bisher erster Blog ist ein reines ‘just for fun’ Projekt. Was daraus eines Tages wird? Mal sehen.

Die meisten Pferdeblogs werden anfangs mit viel Euphorie eingeführt und verschwinden dann oft schon nach wenigen Monaten im angestaubten Internet-Nirwana. Keiner schreibt was, keiner liest was. Ganz ehrlich, kann mir auch passieren. Was ich deswegen nicht machen werde, ist ein Versprechen abgeben, dass jetzt bspw. jeden Sonntag ein Blogeintrag erscheint oder immer Mittwochs um 14 Uhr. Das baut Erwartungen auf, die man nachher nicht erfüllen kann, weil einem das Leben irgendwie dazwischen kommt. Was ich machen werde ist, neue Beiträge auf Instagram ankündigen. Ich denke, dass ist ein guter Service.

So, das war nun teilweise ein sehr anthroposophischer Einstieg. Viel zu schwere Kost für einen Pferdeblog? Vermutlich ist jedem, der bis hierhin gelesen hat schon klar geworden, dass hier ein etwas anderes Programm geboten wird, als auf anderen Pferdeblogs.
Keine Sorge, es wird nicht alles ganz anders sein. Bewährtes bleibt, wird wiederholt, sozusagen die Haushaltsgene, die immer aktiv sind und seit Urzeiten das Überleben sichern. Also ein wenig Unterhaltungsprogramm bieten, für mich und für andere. Sofern es überhaupt jemand liest?! Macht euch einfach mal bemerkbar. Ich freue mich darauf.

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